{"id":489,"date":"2010-11-25T22:00:29","date_gmt":"2010-11-25T21:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joachim-kranz.net\/index.php\/unterrichtsentwicklung\/das-losen-von-problemen"},"modified":"2022-04-21T16:44:10","modified_gmt":"2022-04-21T15:44:10","slug":"das-losen-von-problemen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.joachim-kranz.net\/index.php\/unterrichtsentwicklung\/das-losen-von-problemen","title":{"rendered":"Probleml\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"Jufo\" href=\"https:\/\/www.joachim-kranz.net\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jufo_windrad_02-450.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.joachim-kranz.net\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jufo_windrad_02-450.jpg\" alt=\"Jufo\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Teamwork und Eigenintitiative &#8211; Grundvoraussetzungen zum L\u00f6sen von Problemen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Probleml\u00f6sen ist eine der wesentlichen Grundform des Lernens &#8211; nicht nur in den MINT-F\u00e4chern! Das problemorientierte Lernen geht davon aus, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu einer Problemstellung eine zu erlernende Struktur, eine Einsicht, einen Begriff, ein Verfahren in seinen groben Z\u00fcgen schon sehen und verstehen, aber die notwendigen Handlungen zum Erreichen des Ziels im einzelnen noch offen sind. Probleml\u00f6sen hei\u00dft, die Idee, das Verfahren Schritt f\u00fcr Schritt zu entwickeln.<\/p>\n<p>Somit ist das \u201eProblemorientierte Lernen\u201c ein aktiv-konstruktiver, selbstgesteuerter, situativer und sozialer Prozess.<\/p>\n<p>Das Probleml\u00f6sen, mithin die Kenntnis und Nutzung von Probleml\u00f6sestrategien sollte zur L\u00f6sung anstehender oder zuk\u00fcnftiger Probleme direkt oder indirekt nutzbar sein. Deshalb sollten die Problemstellungen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler emotional einbinden, also einen Bezug zu authentischen Ereignissen haben, f\u00fcr die Lernenden relevant sein, eine gewisse Aktualit\u00e4t haben und neugierig und auch betroffen machen. Die Lernenden m\u00fcssen den potentiellen Nutzen des erworbenen Wissens f\u00fcr reale Herausforderungen kennen und verstehen. Problemorientiertes Lernen sollte dazu beitragen, dass das Wissen situativ abrufbar ist &#8211; es soll kein &#8222;tr\u00e4ges&#8220; Wissen angeh\u00e4uft werden, das isoliert zwar vorhanden ist, aber nicht in anderen Zusammenh\u00e4ngen zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Dieses Verst\u00e4ndnis des problemorientierten Lernens zielt auf eine F\u00f6rderung einer Probleml\u00f6sekompetenz. Ebenso definiert bei PISA als\u00a0&#8222;F\u00e4higkeit einer Person, kognitive Prozesse zu nutzen, um sich mit solchen realen, f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Problemstellungen auseinanderzusetzen und sie zu l\u00f6sen, bei denen der L\u00f6sungsweg nicht unmittelbar erkennbar ist und die zur L\u00f6sung nutzbaren Wissensbereiche nicht einem einzelnen Fachgebiet der Mathematik, der Naturwissenschaften oder des Lesens entstammen&#8220; (OECD 2003, Leutner, Klieme, Meyer &amp; Wirth 2004).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Wissen um Probleme, also Problemdefinitionen, m\u00f6gliche Probleml\u00f6sestrategien, binnendifferenzierende M\u00f6glichkeiten finden (fast) keinen Raum in der universit\u00e4ten und schulischen Ausbildung der Lehrkr\u00e4fte in den naturwissenschaftlichen F\u00e4chern. Damit bleibt es meist der Eigenititiative der Lehrkr\u00e4fte \u00fcberlassen, sich zu Problemen, zu Eggraces und Kopfballversuchen sachkundig zu machen, Probleml\u00f6sungsstrategien zu \u00fcben und binnendifferenzierende Ma\u00dfnahmen vorzusehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wann spricht man von einem Problem?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein Problem wird durch drei Aspekte charakterisiert:<br \/>\n&#8211; die Ausgangssituation,<br \/>\n&#8211; das Ziel und<br \/>\n&#8211; die Hindernisse, die zum Erreichen des Ziels \u00fcberwunden werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Bestreben,\u00a0 einen gegebenen Zustand in einen anderen, gew\u00fcnschten Zustand zu \u00fcberf\u00fchren, wobei es gilt dazwischenleigende Hindernisse und Barrieren zu \u00fcberwinden, wird als Probleml\u00f6sen bezeichnet. In der Regel werden Probleme in drei Gruppen eingeteilt:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><u>Analytische Probleme<\/u><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neben den Anfangs- und Zielzust\u00e4nden sind auch die Operatoren zur \u00dcberwindung des Hindernisses bekannt. Die spezifische Kombination oder Abfolge des Operatoreneinsatzes ist unklar.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><u>S<\/u><u>ynthetische Probleme<\/u><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Anfangs- und Zielzustand sind bekannt. Die Operatoren zur \u00dcberwindung des Hindernisses sind unbekannt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><u>Dialektische Probleme<\/u><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Anfangs- und\/oder Zielzustand sind unbekannt. Die Operatoren k\u00f6nnen bekannt, aber auch unbekannt sein.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die MINT-F\u00e4cher haben wir unter dem Label JK2H eine Lernwerkstatt &#8222;Binnendifferenziertes L\u00f6sen von Problemen&#8220; entwickelt. Neben Exkursen zur Kategorisierung von Problemen, zu Probleml\u00f6sestrategien gibt es einen Abschnitt zu binnendifferenzierenden M\u00f6glichkeiten anhand einer Vielzahl von experimentellen Beispielen. <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.joachim-kranz.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Deckblattt-Handbuch.jpg\" alt=\"Lernwerkstatt Probleml\u00f6sen\" width=\"445\" height=\"555\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teamwork und Eigenintitiative &#8211; Grundvoraussetzungen zum L\u00f6sen von Problemen Das Probleml\u00f6sen ist eine der wesentlichen Grundform des Lernens &#8211; nicht nur in den MINT-F\u00e4chern! 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